Über mich

Aufgewachsen bin ich in der Türkei bei meinen Großeltern. 1980 zog ich mit neun Jahren zu meinen bereits in Deutschland lebenden Eltern, die mich im Alter von 1,5 Jahren zurückgelassen hatten.  Die Trennung von meinen Eltern in meiner Kindheitsphase hat mich tief geprägt. Aus der Verarbeitung dieses Erlebnisses entstand später auch mein erstes künstlerisches Schaffen, die Videoinstallation „Generation Einskommafünf“.

Nach meinem Romanistik-, Germanistik- und Pädagogikstudium ging ich zunächst meiner Leidenschaft Film nach und wurde Regieassistentin. Da ich Filmproduktionen und die sich dahinter verbergende Fremdbestimmtheit wenig mit meiner damals noch Einzeltochter vereinbaren konnte, entschied ich mich gegen die Filmbranche. Daraufhin wendete ich mich einige Jahre der Wissenschaft zu, im Fachbereich Pädagogik der Universität Frankfurt. Später arbeitete ich als Pädagogin und stärkte Elternkompetenzen und ihre Erziehungsverantwortung und bildete Frauen zu Multiplikatorinnen aus.

Dabei lief die Kunst immer nebenher. Für mein Kunstprojekt Generation Einskommafünf interviewte ich viele Menschen über ihre Erfahrungen als zurückgelassene Migrantenkinder. Um mir diese Begegnungen zu erleichtern, die mich zu sehr an meine eigenen Verlassenheitsgefühle erinnerten, sollte die Gestalttherapie mir Professionalität gewährleisten. Schnell wurde mir klar, dass ich auch außerhalb meiner künstlerischen Tätigkeit, als Gestalttherapeutin weiterarbeiten wollte.

In der Zwischenzeit bekam ich noch eine wunderbare Tochter und einen großartigen Sohn.

Ich realisierte noch weitere künstlerische Arbeiten (unter anderem die Blackbox), machte eine Yogaausbildung, bildete mich in Klinischer Gestalttherapie aus und demnächst hole ich mir neue Impulse in der Traumatherapie (SOMA).